Archiv für den Monat: März 2020

24h Friedrichshafen (2011)

Jetzt also das Ergebnis meiner Fotoreportage 24h Friedrichshafen. Zuerst möchte ich euch die Bilder präsentieren.

Begonnen hatte alles mit einer Zeitungsanzeige und meiner recht groben Idee, man könnte einen Obstbauern während der Ernte begleiten. Ein wenig auch inspiriert durch meine Großeltern und ihren Hopfen- und Obsthof in Tettnang. Grob umrissen schrieb ich meine Idee an den Organisator Stefan Blank. Die positive Rückantwort ließ nicht lange auf sich warten und nach einem Workshop zur Vorbereitung ging es dann an das Projekt.

Insgesamt habe ich an dem Tag fast 400 Fotos gemacht und war von etwa 7.30 Uhr bis 19 Uhr auf den Beinen. Wie viele Großkisten mit Äpfeln an dem Tag geerntet und in die Kühllager der Bauern eingebracht wurden kann ich nicht abschätzen. Die Mühen, Anstrengungen und Nöte aber auch die Erleichterung, wenn der Lohn der ganzjährigen Pflege der Bäume und Anlagen im sicheren Lager ist kann hoffentlich den Bildern entnommen werden.

Nach Bearbeitung und Sichtung der Bilder aller Teilnehmer war dann der Moment der Entscheidung nahe. Wo werden die Fotoreportagen ausgestellt? Die Stadt Friedrichshafen entschied sich dafür die Werke für etwa einen Monat im das Graf Zeppelin Museum auszustellen. Inklusive einer großen Vernissage. Das ganze als Eröffnung der 200 Jahrfeier im Januar 2011. Mehr konnten wir Teilnehmer nicht erreichen.

Ein paar abschließende Worte

Auch fast 10 Jahre später bin ich immer noch außerordentlich Stolz an der Aktion teilgenommen zu haben. Mein Dank gilt Stefan Blank für die Organisation, der Familie Wieland für ihre offene Art und Bereitschaft sich so ungeschminkt ablichten zu lassen und der Stadt Friedrichshafen für die Ausstellung der Werke im Graf Zeppelin Museum.

Mein Blog schläft schon wieder seit über einem Jahr

In den letzten Wochen, auch wegen Corona, hatte ich schon dein ein oder anderen Gedanken darauf verschwendet wohin ich meinen Blog eigentlich entwickeln möchte. Ich habe ihn ja vor Jahre mal Blickpunkte genannt. Warum eigentlich?

Als ich matthiasmayr.de registriert habe war die Fotografie eines meiner größten Hobbies. Ich war in einem musikalischen Loch zwischen dem Böhmischen Traum und zig weiteren Polkas und Märschen gefangen. Meine Modellfliegerei war weitestgehend auf fertige Schaumflieger beschränkt. Ich wollte also einzelne Fotos und ihre Geschichte dazu hier vorstellen. Passiert ist das, was im Leben immer passiert, wenn man sich keine klaren Ziele setzt, es verläuft im Sand. Meine Bauberichte sind, wie die dazugehörigen Modelle nicht fertig gestellt, das Backhaus zu meiner Weihnachtskrippe ist fertig und erfreut sich großer Beliebtheit, aber lediglich in den vier Wochen um Weihnachten.

Wohin soll es aber denn nun gehen?

Nun zuerst werde ich das machen was ich mir ursprünglich mal vorgenommen habe. Auf meinen Datenträgern lagern gigabyteweise Fotos. Manche, viele lässt man dort auch besser für immer, andere sind für meine Fähigkeiten dann doch so richtige Perlen. Und die möchte ich hier in den nächsten Wochen vorstellen. Beginnen werde ich mit einem interessanten Projekt aus dem Jahr 2011. Die Vorgeschichte dazu beginnt irgendwann im frühen Sommer 2010. Friedrichshafen beginnt mit der Planung zur 200 Jahr Feier. Im Vergleich zu Städten die bereits 1000 oder 2000 Jahre alt sind natürlich eine bescheiden kleine Zahl. Man will deshalb kein pompöses Stadtfest oder ähnliches veranstalten, sondern man will möglichst viele Bürger dazu bringen ihre Ideen für Events, Veranstaltungen und sonstige Projekte im öffentlichen Raum einzureichen, so dass über das gesamte Jahr 2011 verschiedenste kleinere und größere Events durchgeführt werden. Eine der erfolgreich eingereichten Ideen trug den Namen „24h Friedrichshafen“.

Die Idee dahinter:

20 Fotografen sollten einen Tag lang eine Fotoreportage in Friedrichshafen erstellen. Der Termin war mit Anfang September vorgegeben. Bewerben konnte man sich mit der Idee für eine Reportage. Meine Bewerbung war recht einfach, ich wollte einen Tag lang die Apfelernte auf einem der großen Obsthöfe im Häfler Hinterland begleiten. Da ich mit vielen weiteren Bewerben und anderen spannenden Themen gerechnet hatte, bin ich fast davon ausgegangen, dass der Vorschlag nicht zum Zug kommen wird. Weit gefehlt, aber dazu mehr, wenn ich meine Ergebnisse hier veröffentliche.