Meinung: Warum es (für mich) kein Weltuntergang war das unsere Kinder nicht gestillt wurden.

Zuerst einmal warnende Worte vorweg: Dieser Beitrag stellt lediglich meine Meinung dar und ist keinesfalls wissenschaftlich unterlegt und kann somit nicht auf andere Kinder/Eltern übertragen werden.

Vorweg, ich habe mit meiner Frau zusammen zwei Töchter, 7 und 1 Jahr alt. Vor der Geburt unserer ersten Tochter haben wir natürlich verschiedenste Dinge mitgemacht, die einem angeboten werden, Kreissaalführungen, Geburtsvorbereitungskurs (meine Frau, nicht ich), und so weiter. Überall wurde über das Stillen gesprochen und was es nicht alles gibt, Stillgruppen, Stillstammtisch. Ohne Ahnung und Erfahrung haben wir das alles so hingenommen. Umso tiefer war der Fall für meine Frau als nach der Geburt klar war, das wird nichts, egal was man macht, es wird keinen Milcheinschuss geben. Zusammen mit der sowieso schon belastenden Phase direkt nach der Geburt war das ein richtiger Tiefschlag. Entsprechend wollten wir das bei unserer zweiten Tochter so nicht mehr erleben.

Warum aber jetzt dieser Beitrag? Nun, gerade jetzt bei unserer zweiten Tochter ist mir als Vater erst richtig bewusst geworden wie sehr ich davon profitiere das ich als Vater vom ersten Tag an der Ernährung unserer Kinder teilhaben kann. Wird das Kind gestillt baut es natürlich eine viel engere Bindung zur Mutter auf, die quasi exklusiv für die Ernährung zuständig ist (abpumpen und als Fläschchen füttern mal ausgenommen). Das haben wir von Anfang an versucht zu vermeiden und uns regelmäßig mit dem Fläschchen geben abgewechselt. Die Momente, oder Blickpunkte (um den Namen meines Blogs zu verwenden), die dabei entstehen, wenn das kleine, Baby vor Hunger schreit und dann anfängt auf meinem Arm zu trinken. Man erlebt von Tag zu Tag wie der Blick quasi „klarer“ wird und eine Bindung zwischen Vater und Kind entsteht, die ich mir nicht vorstellen könnte, wenn ich nicht die Chance gehabt hätte unsere Kinder auch von Geburt an füttern zu können.

Für mich war die Erfahrung einfach unglaublich wichtig und der Hinweis auf sämtlichen Babymilchprodukten (Stillen ist die beste Methode, …) mag sicher seine rein medizinische Berechtigung haben, für meine ganz spezielle Vater Tochter Bindung gilt das aber nicht, für die war die Fläschchennahrung sicher deutlich besser.